A-a-a-a-r-g-h!

31. Januar 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Wenn Google+ seine Nutzer für sehr schlau hält, ist es bei Facebook genau andersherum (kein Geheimnis), und wie in einem schlechten Film, bei dem sich der nächste Plot Point bereits Meilen gegen den Wind abzeichnet, kommen einem die „maßgeschneiderten“ Werbeanzeigen vor, als wären sie für das leicht verhaltensgestörte Alter Ego zugeschnitten worden. Ich habe ein Diplom in Kommunikationsdesign der FH Mainz, meine Abschlussarbeit war ein Comic, muss ich wirklich per Fernkurs zeichnen lernen? Habe ich wirklich so viele Freunde, die das „Top Military Game“ spielen (okay, „Facebookfreunde“,aber ich mag viele von denen wirklich gerne!)?

Top Facebook Shit Ad

Seltsamer aber mutet es an, wenn man A-B getestet wird. Leider beide Male mit Blödsinn. a-a-a-a-r-g-h! Zumindest einer der beiden Banner unterstellt mir Sprachfähigkeit.

Hail to the king, baby!

Überhaupt findet man lustige Dinge auch im kleinen Format. „Bayern“ promotet gegen teuer Geld die Regierungserklärung 2012, Moment mal, heißt das Land nicht CSU? Ach so, da habe ich was verwechselt, eine Regierungserklärung ist ja was hochoffizielles seitens der Landesregierungen. Manche Sachen kann ich mit 45 auf beginnende Sehunschärfen schieben, andere Sachen sind einfach unscharf.

a.k.a. CSU

Unscharf ist z. B. auch die Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt (Main), der eine Kandidat heisst Billy Feldmann, der andere Herbert Herbert, die dritte ist heilig, die CDU wartet offensichtlich noch auf das Ergebnis von „Das Supermodel“.

Nein, er heisst nicht Billy.

Herbert Herbert, Kandidat der Piratenpartei, ist passenderweise eine LOLCat.

U get Frankfurt?

Übrigens stimmt es – zur Klarstellung der politischen Diskussion – keineswegs, dass in Frankfurt alles, aber auch alles privatisiert worden ist, werden soll oder schon unter der Hand weg ging. Dieser Sack ist unverkäuflich, er muss wohl die bürgerlichen Freiheitsrechte enthalten.

Oder es ist noch kein ausreichendes Gebot eingegangen.

Und wo wir von Säcken reden: richtig große Kunst betrieb der Fotokunstschaffende, der eine Anzahl zackiger Sportler zusammen mit dem eher weichkonturigen Alfons Schuhbeck fotografierte, ohne dass es aussah wie Gruppenbild mit Barbapapa. Oder war es doch der/die Photoshopschaffende? In Zeiten unsicherer Marken packen diese gerne Testimonials auf ihre Werbeflächen wie Hans Makart nackte Frauen auf die Leinwand,* eine solche Dichte hatte aber selbst die Telekom in ihren besten Zeiten nicht.

Schuhbeck Inside

An dieser Stelle wollte ich eigentlich überleiten zu ein paar galligen Worten zu unserem liebsten Twittertrend seit Jahren, dann fiel mir aber dieses „Flugblatt“ auf. Ernsthaft, ich habe volle Sympathie für Menschen, die sich krankheitsbedingt verfolgt fühlen, denen eine diffuse Bedrohung zusetzt, die in verschwommenen Flugblättern ihre Angst als Warnung hinausschreien: Passt auf, neben dieser Realität gibt es eine andere, bedrohliche, sie kann euch verschlingen.

Bedrohung aus einer anderen Realität

Ich habe nichts übrig für Provinzwürstchen, die sich als Avantgarde imaginärer Kampfspießer einer Bratwurstrealität sehen. Echt nicht.

*1985 definierte ich den Makart-Koeffizienten zur Analyse des Wertes historistischer Bilder. Der Makart-Koeffizient beschreibt die Anzahl der nackten Frauen pro Quadratmeter Bild. Hiermit stelle ich ihn der Wissenschaft zur Verfügung.
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